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Buch

Martin Auer

Stadt der Fremden



Copyright 2003 Martin Auer

Smashwords Edition



Erstveröffentlicht im Mandelbaum Verlag 2003



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Vorbemerkung

Die hier erzählte Geschichte ist fiktiv, wenn auch nicht frei erfunden. Das gilt auch für die dargestellten Personen. Ähnlichkeiten mit der Wirklichkeit lassen sich nicht vermeiden. Ein Autor benützt Ereignisse und Charaktere aus der eigenen Erfahrung, modelt sie seinen Absichten entsprechend um, dichtet hinzu, lässt weg, um eine getreuere Darstellung dessen zu erzielen, was er für die Wahrheit hält. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen und stattgehabten Ereignissen sind insofern zufällig, als niemand persönlich gemeint ist.

Die mit den Namen von Studenten oder Studentinnen gezeichneten Gedichte sind authentisch und das geistige Eigentum der unterzeichneten Personen.

Eine vom Autor gemeinsam mit jugendlichen SlumbewohnerInnen erstellte Website gibt es tatsächlich. Sie ist zu finden unter http://www.pips.at/huruma/



Stadt der Fremden

Ich bin neu in dieser Stadt.

Verwirrt laufe ich hinter meinem Begleiter her, versuche, mich zu benehmen wie er, den Autos und Bettelkindern auszuweichen, meine Tasche vor Taschendieben zu schützen, dabei noch festzustellen, wo ich überhaupt bin, und das Gespräch mit meinem Begleiter nicht abreißen zu lassen. Mein Begleiter, ein alter Hase, erzählt von den Slums, die täglich wachsen, von Sozialprojekten für obdachlose Kinder, von der Zunahme der Verbrechensrate. „Wenn im Land irgendwo eine Hungersnot ist, merken wir’s am Zustrom der Straßenkinder. Ihre Familien können sie nicht mehr ernähren, und sie flüchten in die Stadt, wo sie natürlich kein langes Leben haben. Sie schnüffeln Klebstoff und nehmen Drogen, und wenn sie beim Stehlen erwischt werden, erschlägt man sie.“

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