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Was Einmal War

Roman

von

Eva Benz



Author © 2001 Eva Benz

All rights reserved | Inhalt urheberrechtlich geschützt

Überarbeitung und erste Veröffentlichung 2011

Umschlagfoto und Cover Design © 2010 Eva Bauer © VG Bild Kunst



Smashwords Edition, License Notes

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DANKE EMILY



Kapitel I





Es ist das Unvorhersehbare, das uns am leichtesten aus der Bahn wirft. Der Besuch der Polizisten hatte nicht nur Carla, sondern auch ihren gesamten Tagesablauf vollkommen durcheinander gebracht. Statt einen lang vereinbarten Geschäftstermin wahrzunehmen, stand sie nun in der Küche, jedoch unfähig sich auf das Kochen zu konzentrieren. Sie war weder eine gute noch eine erfahrene Köchin und Kochen nahm normalerweise ihre ganze Aufmerksamkeit in Anspruch, das war auch der Grund, weswegen sie sich diese Aufgabe gestellt hatte, allerdings ohne Erfolg. Ihre Gedanken wanderten ständig weit zurück in die Vergangenheit, die fragmentarisch wieder Gestalt annahm. Sie versuchte sich an Einzelheiten zu erinnern, aber das gelang ihr ebenso wenig, wie die Zwiebeln zusammen mit dem Hackfleisch im Topf zu schmoren. Und dann diese Fragen, die die Polizisten ihr gestellt hatten und auf die sie sich keinen Reim machen konnte. Wütend, über ihre unkontrollierten Gedankensprünge, schabte sie mit dem Messer wild entschlossen die Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und das Fleisch in den Topf und stellte ihn auf den Herd. Sie würde auf ihre Fragen hier und jetzt keine Antworten finden, dessen war sie sich sicher und vielleicht brauchte sie das auch nicht, denn eigentlich hatte die ganze Geschichte nichts mit ihr zu tun, also sollten sich andere den Kopf darüber zerbrechen. Für den Moment war sie ganz zufrieden mit dieser Erkenntnis und hoffte, dass der rettende Verdrängungsmechanismus einsetzen und ihr die Last der trüben Gedanken nehmen würde. Sie atmete tief durch und wischte sich mit dem Handrücken die Tränen aus dem Gesicht, die eine Reaktion auf das Zwiebelschneiden waren und nicht die ihrer Gefühle. Als sie sich wieder dem Herd zuwenden wollte, hörte sie, wie die Eingangstür aufgeschlossen wurde. Das konnte nur Sophie sein, sie würde ihr alles erzählen müssen, aber wenn möglich nicht sofort.

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