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Eines Tages entschloss ich mich, längere Zeit in Asien zu leben. Diese Entscheidung traf ich nicht in Deutschland, sondern in Thailand. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich eine Wohnung in Berlin, und ich war entschlossen, nicht mehr nach Berlin zurück zu kehren. Ich übergab einem Bekannten meine Wohnungsschlüssel, und bat ihn, meine Wohnung aufzulösen.

Die ganze Wohnungseinrichtung konnte er behalten, nur die Eheringe von meinen verstorbenen Eltern, und meine Familienfotos, die hätte ich gern zurück gehabt. Es kam jedoch anders als geplant: Er versetzte die Goldringe, nahm alles Wertvolle mit, und warf den Rest einfach weg, inklusiv meiner Familienfotos. Deshalb habe ich heute keine Fotos von meiner Familie. Ich bin oft zu naiv, ich sollte nicht jedem vertrauen.

Pattaya - Meine Entscheidung, in Thailand zu bleiben, fiel in Pattaya. Dieser Ort war ein kleines Fischerdorf während des Vietnamkrieges, als die GI’s hier ihren Urlaub verbrachten. Diese Zeiten sind längst vorbei. Aus dem kleinen Ort ist eine große Stadt geworden, mit Verkehrsstaus, Kinos, tausenden von Bars, Nachtklubs und Diskotheken.

Pattaya ist wie Hamburg Sankt Pauli, ein riesiger Rotlichtbezirk, doch die Atmosphäre ist längst nicht so Hardcore wie im kalten Deutschland. Die Bargirls sind meistens nett, und flirten mit den westlichen Männern. Dass Thaigirls wahnsinnig sexy und toll aussehen, das stellen viele Männer sofort bei ihrem ersten Besuch fest. Pech, wer mit seiner Freundin aus Deutschland gekommen ist, denn dann ist der erste Ehekrach nicht mehr fern. Um »Schiffe versenken« zu spielen, sollte man schon Single sein, denn dann ist Pattaya die ideale Stadt, ein Disneyworld für Männer sozusagen.

Es sind nicht nur die vielen hübschen Frauen, die diesen Ort so faszinierend machen, es ist ein Cocktail aus vielen Dingen. Der Ort liegt direkt am Meer, es ist immer tropisch warm, Essen gibt es fast an jeder Ecke, und zu jeder Tageszeit, und viele Supermärkte haben 24 Stunden geöffnet. Es gibt viele Massagesalons, wo man eine traditionelle Massage bekommen kann, aber auch für diejenigen, die sich noch mehr entspannen möchten, gibt es auch die Massagen mit »Happy End«.

Andere bevorzugen, in eine der vielen Bars zu gehen, die vom Nachmittag, bis spät in die Nacht geöffnet haben. Um beweglich und unabhängig zu sein, kaufte ich mir ein Moped, das kostet hier nur 800 Euro. Ich fahre immer defensiv und vorsichtig, denn ich habe schon sehr viele Touristen gesehen, die sich mit Mopeds zu Tode gefahren haben - das Blech eines Autos ist eben stärker.

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