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Eines Tages machte ich mehr aus Zufall, in Gambia Urlaub. Ich hatte mir in meiner Firma eine Auszeit von einem Jahr gegönnt, einfach mal ein Jahr raus aus der Tretmühle. Ich besuchte damals meine Eltern, die in Hamburg wohnten. Nach ein paar Tagen hatte man die wesentlichsten Neuigkeiten ausgetauscht, und ich überlegte, etwas Neues zu machen. Mehr aus Langeweile, fuhr ich zum Flughafen in Hamburg, um mir die startenden, und landenden Flieger anzusehen. Das hatte mich schon immer begeistert. Irgendwann kam ich dann in die Halle mit den Last-Minute-Flügen.

Hier stöberte ich interessiert in den Angeboten. Bei einem Angebot blieb ich wie elektrisiert stehen: Eine Woche Urlaub in Gambia, alles inklusiv für 199 Euro. Ich guckte mir auf einer Weltkarte an, wo Gambia liegt, denn ich hatte wirklich keine Ahnung. Afrika, nein, da war ich noch nie gewesen. Wie mochte es dort nur sein? Was konnte man da machen? Die Sache hatte nur einen Haken: Der Abflug war in drei Stunden, es war, im wahrsten Sinne des Wortes, ein Last-Minute-Angebot.

Bei der Überlegung, in ein paar Stunden in den Tropen zu sein, wurde mir heiß und kalt. Das Wetter hier in Hamburg war nicht gerade super: Es regnete, und es war kalt, gerade mal so um die null Grad. Ich guckte in meinen Taschen nach: Nein, genug Geld hatte ich nicht dabei, doch ich hatte noch meine Kreditkarte in der Tasche.

Ohne lange zu überlegen, ging ich zum Schalter, und erfragte die Details für den Flug. Der Flug ging mit der Britannia Airline, eine englische Fluggesellschaft, und der Aufenthalt war auf eine Woche begrenzt, es gab keine Verlängerung im Angebot. Doch eine Woche in den Tropen reizte mich, und so buchte ich den Flug auf der Stelle. Nur mit dem Gepäck, das machte mir Probleme, denn ich hatte ja gar kein Gepäck dabei, noch nicht einmal eine Zahnbürste.

Mein Gepäck befand sich noch immer in der Wohnung meiner Eltern. Doch dazu war es zu spät, das würde ich bis zum Abflug nie schaffen, mein Gepäck dort abzuholen. Also checkte ich ganz ohne Gepäck ein, sehr zum Erstaunen der Stewardess am Schalter. Die hatte sicherlich schon Passagiere gesehen, die nur Handgepäck hatten, aber kein Gepäck?

Sie fragte mich, ob ich auch kein Handgepäck hätte. Nein, das hatte ich nicht. Als ich durch die Personenkontrolle ging, war das wohl verdächtig, denn man kontrollierte mich ziemlich genau, sogar meine Schuhe musste ich ausziehen, die wurden nämlich geröntgt. Beim Boarding der Maschine stellte ich fest, dass der Flieger fast ausgebucht war, ich hatte wirklich noch einen der letzten Plätze bekommen.

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